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Hauptübung 15. November 2013
20.11.2013

Freizeit dem Feuer geopfert


Die Wettinger Feuerwehr machte am Freitag, 15. November, ihre Hauptübung zur Show.

Barbara Scherer


Es raucht und lichterloh brennt das Haus, drinnen rufen die Bewohner um Hilfe, bis von Weitem Rettung naht. Mit Tatütata kommt sie: die Feuerwehr. Doch es handelt sich hier nicht um einen Ernstfall, die Feuerwehr Wettingen hat Hauptübung. Dabei zeigen die Feuerwehrmänner interessierten Zuschauern, wie sie bei einem Brand agieren.

An der Unteren Geisswiesenstrasse hat die Feuerwehr ein Haus, das kurz vor dem Abriss steht, für diese Übung ausgeräuchert – natürlich mit einer Rauchmaschine. Auch der Brand ist kontrolliert und gewollt erzeugt worden. In mehreren Geranientöpfen vor dem Haus wurden kleine Feuer erzeugt und die Personen im Haus sind freiwillig dort. Es handelt sich um vier erwachsene Anwärter für die Freiwillige Feuerwehr. «Wir hatten auch schon Kinder im Haus», sagt Daniel Garbani, Administrator und Aktuar der Feuerwehr. Gerettet werden die Personen aus dem Haus mit einer Leiter, denn sonst würden die Zuschauer nicht sehr viel von der Rettungsaktion sehen. Auch ein Hubretter ist vor Ort.

Während der ganzen Übung bleibt ein Fahrzeug auf der Strasse zur Ausfahrt stehen, dieses ist sofort einsatzbereit, sollte es woanders einen Ernstfall geben. Glücklicherweise gab es in den letzten zwei Jahren nur einen grösseren Brand. «Die meisten Einsätze sind Wasserschäden und kleinere Küchenbrände», sagt Garbani.

Ziel der Übung ist es auch, neue Gesichter für die Feuerwehr zu begeistern. Rund 80 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau sind in Wettingen tätig. «Es ist schwierig, neue Leute zu finden, man muss viel Freizeit für die Feuerwehr opfern», sagt Paul Meier, der Kommandant.
Die Feuerwehr Wettingen bot den Zuschauern in der Hauptübung eine Show. Foto: bs